Von andibude AM 27.04.2013

Kamera läuft! Frühling am Büdchen

Aus aktuellem Anlass muss noch ein weiterer Artikel über das Fortunabüdchen her. Der verehrte Leser soll aber nicht den Eindruck bekommen es gibt nur ein Büdchen in Düsseldorf oder es geht um eine ausgeklügelte Imagekampagne der Bude am Rhein. Die Kulisse hat nun mal ihren Reiz – keine Frage. Und im Sommer bietet das Setting mehr als Frankenheim und Killepitsch.
Neben dem Verzehr von Trink- und Grillgut studiert man Milieus und nimmt Notiz von Fahrradunfällen und vorbeifahrenden Cabrios mit lauter Musik. Wie jedes Jahr gibt es auch Sprüche für Kölsch Käufer. Aber dieser Frage sind wir ja schon in einem andern Beitrag nachgegangen. Auf alle Fälle ist dieser Kiosk ein nettes Plätzchen um den Tag mit Blick auf Oberkassel ausklingen zu lassen. Und so war es nur eine Frage der Zeit bis investigative Journalisten dahinter kommen, wie schön es an einem Büdchen ist. Auch der WDR erkannten den Charme des beliebten Hotspots als perfektes Setting für einen Beitrag über Frühlingsgefühle. Anstatt sich von den Frühlingsgefühlen in der Altstadt zu überzeugen, stand also ein Professor der Heinrich-Heine Uni der Reporterin Rede und Antwort. Den ganzen Beitrag kann man sich unter diesem Link anschauen.
Frühling_büdchen_Oberkassel

Frühlingsgefühle 2.0

Die Ausprägung von Frühlingsgefühle konnte man aber, wenn man wollte, auch schon am Wochenende vorher sehen. Wir schreiben den 20.4.2013. Ein wenig kühler aber etwas Sonne reichte auch da schon aus, sich bei Mami und Papi mit den Worten:“ Ich bin dann mal mit Sergej zur lange Nacht der Museen“ abzumelden. Wohl wissend, dass es eine genauso große Kunst sei, eine 3-l-Flasche Wodka von Sergejs großem Bruder mit genügend Energy Drink runter zu spülen und anschließend auf die Bolkestraße zu gehen, ohne sich prügeln zu müssen. Durch jahrelangen Konsum von Energydrinks gekennzeichnet gehören rotbäckige Jugendliche mit erhöhtem Blutdruck inzwischen zum gewohnten Bild am Rheinufer. Und JA! auch sie haben Frühlingsgefühle. Zumindest sprechen alle Erkenntnisse der Hormonologie dafür. Zwar sind die Stereotypen des Koma-Saufens im Winter und Sommer bei dieser Spezies gleich, doch lassen sich auch dort frühlingshafte Verhaltensmuster aufdecken, die man sonst auch nur bei dei den Bonobos im Frankfurter Zoo kennt. Halbwüchsige Männchen posen, prollen und protzen ähnlich wie ihre nächsten Artverwandten ohne dabei zu bemerken, dass ihr Gehabe wohl eher Reaktanz anstatt Faszination bei potenziellen Damen hervorruft. Es sei denn, die Mädels beteiligen sich im gleichen Maß am Leeren von Mixgetränken und erreichen den Pegel britischer Lloret de Mar-Urlauberinnnen.

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